{"id":197,"date":"2010-01-06T19:00:00","date_gmt":"2010-01-06T18:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/wordpress.erlanger.de\/?p=197"},"modified":"2012-05-04T07:43:07","modified_gmt":"2012-05-04T06:43:07","slug":"kitzmann-brau-erlangen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.erlanger.de\/?p=197","title":{"rendered":"Kitzmann Br\u00e4u Erlangen"},"content":{"rendered":"<div class=\"mceTemp\">\u00a0Im Jahr 1712 erhielten Leonhardt Wernand Buirette d`Oehlefeldt und Christoph Bever das markgr\u00e4fliche Privileg zur Errichtung eines Brauhauses in der damaligen Stadtrandlage S\u00fcdliche Stadtmauerstra\u00dfe 25. Leonhardt Wernand war ein Cousin des Isaac Buirette d`Oehlefeldt, dem Urvater der sp\u00e4teren Reifbr\u00e4u. 1724 ging der Betrieb an Georg Vierzigmann, der bereits 1729 eine weitere Brauerei er\u00f6ffnete (die sp\u00e4tere Hofbr\u00e4u). Nach der \u00c4ra der Familie Vierzigmann gab es ab 1797 vier Besitzerwechsel, bis schlie\u00dflich 1833 die Familie Kitzmann eine bis heute andauernde Kontinuit\u00e4t begr\u00fcndete. Der K\u00e4ufer Johann Lorenz Kitzmann entstammte einer Familie, deren Wurzeln neben Baudenbach nach Unternesselbach im Steigerwald weisen, wo sie schon seit 1733 Bier braute. Auch die Kitzmann Br\u00e4u hatte ihren Anteil am Wachstum des Erlanger Braugewerbes, so lag sie in den boomenden 1870er Jahren im vorderen Bereich der mittelgro\u00dfen Brauereien. Zweite Erlanger Generation war Johann Peter Kitzmann (1837 bis 1888), dessen Witwe Marie &#8211; als &#8222;die Kitzm\u00e4nni&#8220; eine stadtbekannte Pers\u00f6nlichkeit &#8211; die Gesch\u00e4fte bis zum Eintritt des Sohnes August (1883 bis 1967) weiterf\u00fchrte.<\/div>\nngg_shortcode_0_placeholder\n<p>Nach der \u00dcberwindung manch kritischer Situation und der zwei Weltkriege mit ihren negativen Folgen konnte in den 1950er und 1960er Jahren w\u00e4hren des Wirtschaftswunders ein kontinuierliches Wachstum erreicht werden. Karl Kitzmann, der die Leitung ab 1959 inne hatte, setzte mit Erfolg u.a. auf die Belieferung von Gro\u00dfbaustellen mit Flaschenbier. Einen wichtigen Ansto\u00df zur positiven Weiterentwicklung gab der Entschluss der Patrizier Br\u00e4u N\u00fcrnberg, die beiden anderen Erlanger Braust\u00e4tten (Henninger-Reif und Erich) 1974\/75 zu schlie\u00dfen. Das Erlanger Lokalbewusstsein lie\u00df viele Biertrinker dem in der Stadt Gebrauten treu bleiben, der Slogan &#8222;Unser Erlanger Bier&#8220; spiegelte das wider. Die Kitzmann Br\u00e4u steigerte ihren Aussto\u00df, 1983 konnte erstmals die Marke von 100.000 Hektolitern \u00fcberschritten werden. Den Anfang zu einer umfassenden Modernisierung der Brautechnik machte der Sudhausneubau 1977. Die damals u.a. installierten Edelstahl-G\u00e4rtanks wurden im Februar 2003 schon wieder durch Neue ersetzt.<\/p>\n<p>Heute produziert man in handwerklicher Tradition auf hohem, durch Umweltmanagement und \u00d6ko-Monitoring gepr\u00e4gten Standard. Bestes Brauwasser aus eigenen Brunnen, Malz ausschlie\u00dflich aus kontrolliertem, umweltgerechten Sommergerstenanbau, Hopfengaben noch per Hand und Hefe aus der eigenen Reinzucht sind die Ausgangsprodukte f\u00fcr sieben unterg\u00e4rige Biersorten. Die Familie Kitzmann sowie Braumeister Karl-Heinz Maderer k\u00e4mpfen seit Jahren konsequent gegen den Trend zum Dosenbier. Ihr Bier wird fast ausschlie\u00dflich im Regionalbereich vertrieben, so wie die Rohstoffe von hier kommen. 1992 wurde das Logistikzentrum zwischen Frauenaurach und Kriegenbrunn an der Neuenweiherstra\u00dfe er\u00f6ffnet, der Privatkundenverkauf ist in der G\u00fcnther-Scharowsky-Stra\u00dfe 12 angesiedelt. Die Kitzmann Br\u00e4u hielt als einzige Sudst\u00e4tte ununterbrochen die Tradition der Bierstadt Erlangen aufrecht, heute unter dem Slogan &#8222;Fr\u00e4nkisch lebensfroh genie\u00dfen&#8220;. Mit Einf\u00fchrung seiner j\u00fcngsten Biersorte, dem Zwickl, schuf sich der Familienbetrieb auch eine neue Sympathietr\u00e4gerin. Seit 1999 w\u00e4hlt die Kitzmann-Fangemeinde jedes Jahr eine junge Frau zu ihrer Bierk\u00f6nigin.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u00a0Im Jahr 1712 erhielten Leonhardt Wernand Buirette d`Oehlefeldt und Christoph Bever das markgr\u00e4fliche Privileg zur Errichtung eines Brauhauses in der damaligen Stadtrandlage S\u00fcdliche Stadtmauerstra\u00dfe 25. 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