{"id":367,"date":"2002-12-18T00:52:44","date_gmt":"2002-12-17T23:52:44","guid":{"rendered":"http:\/\/wordpress.erlanger.de\/?p=367"},"modified":"2012-05-04T07:52:03","modified_gmt":"2012-05-04T06:52:03","slug":"manfred-pscherer-ist-gestorben","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.erlanger.de\/?p=367","title":{"rendered":"Manfred Pscherer ist gestorben"},"content":{"rendered":"<figure id=\"attachment_368\" aria-describedby=\"caption-attachment-368\" style=\"width: 240px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"http:\/\/wordpress.erlanger.de\/?attachment_id=368\" rel=\"attachment wp-att-368\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-368 \" title=\"MANFRED_PSCHERER\" src=\"http:\/\/wordpress.erlanger.de\/wp-content\/uploads\/2012\/01\/MANFRED_PSCHERER.jpg\" alt=\"Manfred Pscherer\" width=\"240\" height=\"334\" srcset=\"https:\/\/www.erlanger.de\/wp-content\/uploads\/2012\/01\/MANFRED_PSCHERER.jpg 240w, https:\/\/www.erlanger.de\/wp-content\/uploads\/2012\/01\/MANFRED_PSCHERER-215x300.jpg 215w\" sizes=\"auto, (max-width: 240px) 100vw, 240px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-368\" class=\"wp-caption-text\">Manfred Pscherer \u2020 18. Dezember 2002<\/figcaption><\/figure>\n<p>Der letzte Braumeister der 1975 geschlossenen Erlanger Erich Brauerei verstarb v\u00f6llig unerwartet am 18. Dezember 2002 im Alter von 70 Jahren. Die Aussegnung fand am 23. Dezember 2002 auf dem Weismainer Friedhof (Landkreis Lichtenfels) statt. Er hinterl\u00e4sst Ehefrau und drei erwachsene T\u00f6chter.<\/p>\n<p>In der Oberpfalz 1932 geboren fand Manfred Pscherer nach dem Abitur aus famili\u00e4rer Vorbestimmung zur Bierbrauerei. Dem Studium in Weihenstephan folgten zur Abrundung des praktischen Wissens Eins\u00e4tze in sieben gr\u00f6\u00dferen Sudbetrieben (u.a. in Braunschweig, Dortmund, Lich, Bochum und Regensburg). 1960 \u00fcbernahm der Dipl. Brauerei-Ingenieur seine erste Braumeisterstelle in Schwandorf. Erichbr\u00e4u-Direktor Herbert Kienle holte ihn zum 01.07.1965 nach Erlangen, wo er eine Dienstwohnung in der Brauerei am Altst\u00e4dter Kirchenplatz 6 bezog.<\/p>\n<p>Es folgte \u2013 wie Pscherer sp\u00e4ter immer wieder betonte \u2013 \u201edie sch\u00f6nste Zeit seines Berufslebens\u201c. Unter der besonnenen und kollegialen Betriebsf\u00fchrung von Direktor Kienle konnte er selbst\u00e4ndig arbeiten und sich \u201eim Produkt verwirklichen\u201c. Er nutzte die gerade aufkommende \u201ePils-Welle\u201c und gab den weltl\u00e4ufigen (Siemens, Uni) Erlanger Biertrinkern ein geschmackliches Spitzenerzeugnis. Das Erich-Pils war hoch vergoren, bemerkenswert hell und brillierte durch sein feinherbes Hopfenaroma. Zur Bergkirchweih mussten sich die Erich-Fans nicht umstellen \u2013 das 14-prozentige (Stammw\u00fcrze) Erich-Festbier war ebenfalls hell und hopfenbetont (Pilsner Hopfengabe).<\/p>\n<p>Nach der Bergkirchweih 1975 schloss der N\u00fcrnberger Patrizier-Konzern die Erichbr\u00e4u und Manfred Pscherer wurde im Juli 1975 zur Bamberger Hofbr\u00e4u versetzt. Als nur 2 Jahre sp\u00e4ter Ger\u00fcchte aufkamen, dass die Patrizier AG auch ihre Bamberger Sudst\u00e4tte aufgeben wolle, war f\u00fcr ihn sonnenklar: \u201eEin zweites Mal organisiere ich nicht die Abwicklung einer Brauereischlie\u00dfung!\u201c Ab 1. Juli 1977 fand er eine neue Position als erster Braumeister und technischer Leiter bei der P\u00fcls-Br\u00e4u in Weismain. Hier blieb er bis zu seiner Pensionierung 1995.<\/p>\n<p>Das Geschehen auf dem Erlanger Biersektor hat Manfred Pscherer seit seinem unfreiwilligen Weggang nie aus den Augen verloren. So war er regelm\u00e4\u00dfiger Besucher der Bergkirchweih sowie der B\u00fcchenbacher Kerwa und freute sich ganz besonders \u00fcber die Wiederaufnahme der steinbachschen Bierproduktion 1995. Im M\u00e4rz 2000 gei\u00dfelte er in einer emotionalen Rede vor ehemaligen Mitarbeitern\/innen der Henninger Reifbr\u00e4u und seiner Erichbr\u00e4u zum x-ten Mal die sch\u00e4ndliche Konzernentscheidung zur Schlie\u00dfung beider Erlanger Traditionsfirmen. Dieses Belegschaftstreffen \u201e25 Jahre danach\u201c hatte Jochen Buchelt f\u00fcr den Heimat- und Geschichtsverein Erlangen im Saal der Spielvereinigung Erlangen organisiert.<\/p>\n<p>Die Erlanger Bierfans haben Manfred Pscherer sehr viel zu verdanken. Ohne ihn ist nicht nur die bierologische Welt \u00e4rmer. Wir vermissen ihn und werden ihm stets ein ehrendes Gedenken bewahren.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der letzte Braumeister der 1975 geschlossenen Erlanger Erich Brauerei verstarb v\u00f6llig unerwartet am 18. Dezember 2002 im Alter von 70 Jahren. Die Aussegnung fand am 23. Dezember 2002 auf dem Weismainer Friedhof (Landkreis Lichtenfels) statt. Er hinterl\u00e4sst Ehefrau und drei erwachsene T\u00f6chter. 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