Sehr zum Ärger der TV 48-Verantwortlichen um Präsident Wolfgang Beck entschied die Tucher Bräu Nürnberg/Fürth im Februar ihren seit 2003 schon zur Tradition gewordenen vorbergkirchweihlichen Festbieranstich nicht mehr in den Jahnstuben des mitgliederstärksten Erlanger Sportvereins zu veranstalten und stattdessen an einen anderen Ort zu wechseln. So fand die Tucher-Bergbierprobe am Dienstag, 07.05.2013, erstmals im Saal der Gaststätte Unicum an der Artilleriestraße (Carl-Thiersch-Straße 9) statt. Die Frauen und Männer um Tucher-Geschäftsführer Fred Höfler konnten ab 18 Uhr etwa 70 geladene Gäste unter dem eindrucksvollen Tonnengewölbe des ehemaligen Offiziersclubs begrüßen, darunter Bayerns Innenminister Joachim Herrmann und OB Dr. Siegfried Balleis. Als charmante Kulisse hinter Anstichfass und Tucher-Bergbierdeko erwiesen sich dabei die weißblühenden Kastanienbäume im Biergarten östlich des großen Festsaalfensters.

Nach der Eingangsansprache durch den Tucher-Gastronomieverantwortlichen Bernd Herrmann war es an Braumeister Bernhard Wagemann, das Festbier aus der Nachbarstadt zu beschreiben. Das gelang ihm kurzweilig und sehr humorvoll indem er es auf eine Reise durch den menschlichen Körper schickte. Für den Bergbierfan interessant: Bei 13,4 % Stammwürze und 6 % vol. Alkohol ist es angenehm gehopft, aber durchaus schlank und süffig. Es hat mit 24 Bittereinheiten drei mehr als das normale Tucher-Festbier, von dem es sich auch durch eine leicht sattere Farbe abhebt. Braumeister Wagemann gab dazu den lateinischen Leitspruch aus „Cerevisiam bibat“ (man trinke Bier).

Mit zwei gekonnten Schlägen zapfte Dr. Balleis das bereitstehende 30 Liter-Holz-KEGfass an, wobei ihm Joachim Herrmann zur Seite stand. Nach der obligatorischen Verkostung und den Gruppenfotos mit den diesjährigen Tucherfestwirten lud Bernd Herrmann die Gäste zum bereitstehenden fränkischen Büfett. Auf eine sonnige und friedliche 258. Erlanger Bergkirchweih!

Fotos: Sabine Ismaier