Foto: Sabine Ismaier

Die Gaststätte Goldener Schwan bzw. Goldener Löwe hatte einen guten Ruf. Ab 1841 wurde ihr eine Hausbrauerei angegliedert. 1858 trat Conrad Hübner als Braumeister ein und erwarb die Braustätte Anfang der 1870er Jahre. Nach Modernisierung der technischen Anlagen wurde das Hübner-Bier eines der beliebtesten in Erlangen; auch die Marxei schenkte es aus. Nach dem Ersten Weltkrieg geriet die Brauerei. in Schwierigkeiten. In Absprache mit der benachbarten Steinbach Bräu, der Klosterbrauerei Frauenaurach und der Brauerei Lederer in Stein bei Nürnberg entschlossen sich die Brüder Hans und Heinrich Hübner 1923 für das Ende der eigenen Bierproduktion und den Verkauf des Braukontingentes an die Brauhaus Nürnberg AG. Diese richtete hier ihr Erlanger Depot ein, das bis Ende der 1950er Jahre betrieben wurde. Ein Büro blieb bis nach 1970 bestehen, wovon bis März 2006 der Fassadenschriftzug „Brau-AG Nürnberg“ kündete. Die von Heinrich Hübner weitergeführte Mälzerei wurde in eine mit modernen Anlagen ausgestattete Malzfabrik umgebaut, da das Nürnberger Brauhaus für 25 Jahre die Abnahme einer festen Malzmenge garantierte. Dei Malzproduktion endete Anfang der 1970er Jahre.