Die hochfeine Aromahopfensorte Saphir, die erst im Jahr 2002 zugelassen wurde und seit der Ernte 2004 marktrelevant ist, war Basis einer neuen Steinbachbräu-Bierkreation, die am Freitag, 04.02.2011, als Bier des Monats Februar in der Erlanger Altstadtbrauerei präsentiert wurde.

Gast des Abends war Diplom-Braumeister Bruno Winkelmann, der als Repräsentant der Hopfenhandelsfirma Hopsteiner aus Mainburg sehr viel Wissenswertes zu erzählen hatte und das Gesagte mit 5 Hopfensorten aus Hallertauer Ernte des Jahres 2010 unterstrich: Zum optischen und geruchlichen Vergleich waren die Bittersorte Herkules und die Aromasorten Hallertauer, Hallertauer Tradition, Spalter Select und (der Star des Abends) Saphir in getrockneter Doldenform ausgelegt.

Junior- und Seniorchef der Steinbachbräu Christoph und Dieter Gewalt hatten ihre Brauer-Auszubildenden um das Probierfass der Neukreation „Hopfenfrucht“ geschart, wobei es Braumeister und frisch gebackenem Biersommelier (Doemens-Akademie Oktober/November 2010) Roman Gause vorbehalten blieb, sein neu erworbenes Wissen auf dieses herrliche Bier anzuwenden: Die hochfeine Aromasorte Saphir aus dem sog. Saazer Formenkreis bewirkt ein überaus fruchtiges Aroma, das bestens mit der obergärigen Hefe und dem dunklen Malz harmoniert. Das absolut nicht bittere Aromaprofil lässt Anklänge u. a. in Richtung Zitronenmelisse erkennen. Das im Zweimaischverfahren hergestellte, endvergorene Bier (laut Christoph Gewalt lag bereits im Gärkeller ein bisher nicht gekannter „gigantischer“ Hopfenduft) besticht durch seine Süffigkeit und seinen herrlich runden Geschmack.

Es muss aber, wie immer bei solcher Art köstlichem Trunk, als gefährlich eingestuft werden. Aus den 14,8 % Stammwürze haben sich etwa 6,1 % vol.alc. gebildet, die einen verantwortungsvollen Umgang mit dem edlen Stoff erforderlich machen. Mildern kann die Wirkung allerdings auch die Speisenempfehlung des Biersommeliers Roman Gause zur Steinbach-Hopfenfrucht: blaue Zipfel oder fränkischer Sauerbraten.