Kellereingang

Eingangsbereich zum Felsenkeller

Die ev.-luth. Kirchengemeinde St. Peter und Paul in Erlangen-Bruck hat zusammen mit der Ortsgruppe Bruck des Heimat- und Geschichtsvereins Erlangen eine Führung durch den Felsenkeller am Weidenweg organisiert. Für eine vorgegebene Spende von 10,00 Euro zur Kirchturmrenovierung wurde die einmalige Gelegenheit gegeben, den in Privatbesitz befindlichen Keller zu erkunden.

Die ab dem 13. Jahrhundert entstandene gotische Kirche der Kirchengemeinde St. Peter und Paul zählt zu den bedeutendsten mittelalterlichen Sakralbauten an der Regnitz. Ihr markanter 68 Meter hoher Chorturm mit Schiefer eingedecktem Spitzhelm und den 4 Scharwachtürmchen ist das Wahrzeichen Brucks. Leider nagte auch der Zahn der Zeit an Kirchturmeindeckung und Dachgebälk, sodass die Gemeinde um eine Totalsanierung nicht mehr herumkam. Um die hohen, zunächst auf etwa 410.000 € veranschlagten, inzwischen aber schon bei 470.000 € angekommenen Gesamtkosten stemmen zu können, mussten und müssen weit über 200.000 € an Spendenmitteln eingeworben werden. Das geht natürlich am besten, wenn man kreative Ideen hat; so bildete sich das Team der Brucker Kirchturmretter, das  im Sommer 2012 mit einer besonderen Talenteaktion Geld für das geliebte Wahrzeichen sammelt. Schließlich soll der stolze und markante Kirchturm noch weitere Jahrhunderte weit ins Regnitzland grüßen. Näheres zu den Aktivitäten  rund um die Kirchturm-Renovierung finden sie auf den Internetseiten der Brucker „Kirchturmretter“.

Eine äußerst attraktive Talenteaktion war am Freitagabend, 3. August 2012, die in zwei Gruppen aufgeteilte Führung durch den auf das 16. Jahrhundert zurückgehenden Felsenkeller der ehemaligen Brauerei des noch heute existierenden Gasthauses Goldenes Herz. Unterhaltsam, lehrreich und kompetent erklärte Herr Werner Dörfler, der aus dem Dörflerschen Gasthaus Goldenes Herz in der Schorlachstraße stammt, Geschichte und Besonderheiten der überraschend großen und sehr gut erhaltenen Kelleranlage, die genaugenommen schon auf Eltersdorfer Gemarkung liegt. Anschließend wartete auf jeden Besucher noch eine kellertypische Überraschung. Für jeden gab es eine Salzbreze (von der Bäckerei Pickelmann) und ein kellerkaltes Bügelverschlussfläschla „Adam Wellers 3 x 11“. Noch bis in den späten Abend standen einige Teilnehmer am Kellereingang beisammen, um alte Geschichten rund um die frühere Brucker Wirtshausherrlichkeit zu hören. Auch an dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an die Familie Dörfler!

Wir haben für Sie einige Fotoimpressionen vom zweiten Kellerrundgang von und mit Herrn Werner Dörfler eingefangen. Wenn auch Sie für die Rettung des Brucker Wahrzeichens spenden wollen, freuen sich die Brucker Kirchturmretter über einen kleinen oder auch nicht so kleinen Betrag auf das Konto Nummer 2801531 bei der Raiffeisen-Volksbank Erlangen, BLZ 763 600 33, Stichwort „Kirchturmspende“. Eine Spendenquittung stellt auf Wunsch das Pfarramt der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde St. Peter und Paul, Erlangen-Bruck, aus (E-Mail: pfarramt.bruck-er@elkb.de).