Fritz Engelhardt lud zu seinem Keller ein und viele Besucher sollten ihm zur 325-Jahr-Feier willkommen sein.

Im Entlas Keller am Erlanger Burgberg befindet sich ein Inschriftenstein, den man mit etwas Mühe wie folgt deuten kann: „Das ist der erste Felsenkeller in diesem Berg, welchen Heinrich Windisch, Mälzer und Biersieder, vor dem oberen Tor hat hauen lassen, den 4. November Anno 1686.“ Somit war es für Kellerwirt Fritz Engelhardt ein selbstverständliches Bedürfnis, genau 325 Jahre später am 4. November 2011 (just am Tag des Erlanger Martini-Treffens) in sein „Kellerreich“ einzuladen, um dort die Menschen bei Freibier (Kitzmann Kellerbier 1904), kostenlosen Güthlein-Bratwürsten und Guldens Zwiebelfladen mit einem ganz besonderen Spektakel zu beglücken: Die Gäste konnten sich um brennende Schwedenfeuer scharen, eine informative Beamershow über die Erlanger Bier- und Stadtgeschichte samt musikali-scher Umrahmung genießen, die Inschrift im Keller bewundern sowie sich von historisch gekleideten Akteuren, Kaltblütern und Schafen in ackerbürgerliche Stimmung versetzen lassen.

Einer der Höhepunkte der Veranstaltung war das vierspännige Pferdefuhrwerk der Privat-brauerei Kitzmann, das Brauherr Peter Kitzmann auf Wunsch von Fritz Engelhardt umrahmt von vier Bierköniginnen vorfahren ließ. Alles in allem ein schöner, von milder Witterung ge-hätschelter Novemberabend im Zeichen des Erlanger „Bierbergs“, wobei sich die beiden Pa-rallelveranstaltungen nichts gegenseitig wegnahmen, sondern die Menschen zueinander führten. So wie es sich Fritz Engelhardt auch mit seinen Schwedenfeuern dachte, um die er einander (noch) unbekannte Menschen „beim Biere“ versammeln wollte. Hierzu erhielt jeder Besucher bei der Ankunft einen angewärmten Stein in die Hand gedrückt, auf dem die Nummer des ihm zugedachten Feuerplatzes vermerkt war …!